Servicehunde
Assistenz- oder Servicehunde haben die Aufgabe für Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Behinderungen oder Anfallerkrankungen nötige Hilfeleistungen zu übernehmen. Sie leben in stetiger Gemeinschaft mit ihrem Menschen zusammen. Die Hunde werden speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse IHRES Menschen ausgebildet. Die bekannteste Form des Servicehundes ist sicher der Blindenführhund. Berichte über die gezielte Ausbildung solcher Hunde gehen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zurück.
Während beim Blindenführhund die Aufgabenstellung relativ klar und im praktischen Einsatz doch zumindest sehr ähnlich ist, gibt es für den Behindertenbegleithund (Service- oder Assistenzhund) eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten bei Menschen mit sehr unterschiedlichen körperlichen oder geistigen Handicaps, die vom Hund eben auch sehr unterschiedliche Formen der Hilfeleistung fordern. Um die eingeschränkten Fähigkeiten „seines“ Menschen im Alltag kompensieren zu können, ist es sinnvoll, dass der Hund genau jene lebenspraktischen Fertigkeiten erlernt, die es zu ergänzen gilt.
So können zu den Aufgaben eines Rollstuhlbegleithundes z.B. folgende Tätigkeiten zählen:
- das Aufheben heruntergefallener Gegenstände
- das Öffnen oder Schließen von Türen
- das Abgeben und Entgegennehmen der Geldbörse an der Kass
- das Holen des Telefons oder anderer wichtiger Gegenständ
- Hilfe beim An- oder Auskleiden
- Heranholen von Hilfe in Notfallsituationen
Wenn es die Lebenssituation des behinderten Menschen zulässt, sollte der Servicehund möglichst bereits als Welpe in die Familie kommen in der er später seinen Dienst tun soll. Er wächst so bereits in einer wichtigen Entwicklungsphase in sein neues soziales System hinein und kann von Anfang an eine enge Bindung aufbauen. Die Auswahl des richtigen Welpen ist hier von ebenso großer Bedeutung wie die engmaschige Betreuung der Mensch-Hund-Beziehung. Beide, Mensch und Hund müssen viel lernen um zu einem Team zu werden, dass wirklich gut kooperiert und dessen Verhältnis von Vertrauen bestimmt ist.
Unser Ausbildungsangebot:
- Beratungsgespräche bezügl. der Hundeanschaffung
- Auswahl des Welpen
- Beratung bezügl. der Ausbildung bereits vorhandener Hunde
- Analyse der erforderlichen Hilfeleistungen
- gemeinsame Festlegung der Ausbildungsziele
- umfassende theoretische Vorbereitung des Patienten bzw. der Familie
- Ausbildung vom Welpenalter bis zum „fertigen“ Hund
- dauerhafte Betreuung nach der Ausbildung
